Luftig, weich und außen leicht gebräunt: Lepinje oder Somun sind die klassischen Fladenbrote des Balkans, untrennbar verbunden mit Ćevapčići und gemütlichen Grillabenden. Das Geheimnis liegt im weichen Teig und der sehr hohen Backtemperatur – beides zusammen ergibt die typisch zarte, leicht rustikale Krume.
Zutaten für 8 Fladenbrote
| 1 kg Weizenmehl (Type 550) | 2 Päckchen Trockenhefe (je 7 g) |
| 600 ml lauwarmes Wasser | 1 TL Zucker |
| 2 TL feines Meersalz | 50 ml neutrales Öl |
Zubereitung Schritt für Schritt
Das Mehl in eine große Schüssel sieben und mit der Trockenhefe vermengen. Zucker, Salz, lauwarmes Wasser und Öl dazugeben und alles zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verkneten.
Den Teig ca. 10 Minuten von Hand kräftig durchkneten, bis er sich sauber von der Schüssel löst und eine glatte Oberfläche bekommt. Danach die Oberfläche dünn mit Öl einreiben.
Den Teig mit einem sauberen Küchentuch oder Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort (z. B. im ausgeschalteten Ofen mit eingeschalteter Lampe) 30 Minuten gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und in 8 gleich große Stücke teilen. Die Stücke abgedeckt nochmals 10–15 Minuten ruhen lassen.
Zwei Backbleche großzügig mit Mehl bestäuben. Je vier Teigstücke darauflegen und mit den Fingerspitzen von innen nach außen gleichmäßig flach drücken (ca. 1,5–2 cm dick). Für das klassische Gittermuster einen Backofenrost kurz und leicht auf die Fladen drücken.
Die geformten Fladen nochmals 10–15 Minuten abgedeckt gehen lassen. Den Backofen gleichzeitig auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen – er muss wirklich heiß sein.
Ein Blech auf mittlerer Schiene in den heißen Ofen schieben und die Fladen 12–15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind. Direkt nach dem Backen sofort in ein Küchentuch einschlagen und ca. 10 Minuten ruhen lassen – so bleiben sie weich.
Das Einwickeln im Küchentuch ist kein optionaler Schritt – es ist entscheidend. Der entstehende Dampf hält die Kruste zart und verhindert, dass das Brot austrocknet. Wer einen Pizzastein hat: damit gelingt die Unterseite besonders knusprig.
So servierst du Lepinje
Frisch aus dem Ofen und noch leicht warm sind sie am besten. Hier die drei klassischen Varianten:
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🍳 Grill-Klassiker
Mit Ćevapčići, frischen Zwiebeln und Kajmak oder Ajvar – der original Balkan-Abend. |
🍖 Herzhafte Brotzeit |
🍔 Sandwich
Aufschneiden und kräftig belegen – ideal als Sandwich-Brot für unterwegs oder die Brotzeit. |
Häufige Fragen
+ Warum muss der Teig so weich sein?
Ein weicher Teig hat einen höheren Wasseranteil, der beim Backen zu Dampf wird und die Fladen von innen aufbläht. Das ergibt die lockere, zarte Krume. Ein zu fester Teig backt dichter und trockener.
+ Wie entsteht das typische Gittermuster?
Ganz einfach: Ein Backofenrost wird kurz leicht auf die rohen Teigfladen gedrückt, bevor sie in den Ofen kommen. Das hinterlässt das charakteristische Rautenmuster.
+ Kann ich auch Dinkelmehl verwenden?
Ja, Type 630 funktioniert gut. Der Teig wird etwas weniger elastisch, das Ergebnis ist aber trotzdem sehr gut – viele Leser empfehlen diese Variante sogar ausdrücklich.
+ Wie lange sind die Lepinje haltbar?
Am besten frisch gegessen. Am nächsten Tag kurz bei 160 °C aufwärmen oder in der Pfanne anrösten. Eingefroren halten sie sich 2–3 Monate.
+ Was ist der Unterschied zwischen Lepinje und Somun?
Beide sind weiche Hefefladenbrote und werden oft synonym verwendet. Somun ist eher der bosnische Begriff, Lepinje ist im kroatischen Sprachraum verbreiteter. Im Alltag sind die Unterschiede minimal.
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jirina, 12.10.14 19:14
Das Rezept ist zwar toll, gelingt auch gut, aber wir haben das Fladenbrot in Kroatien oft gegessen, aber es war dunkel. Ich weiß aber nicht aus welchem Mehl?.
Antwort: Uns ist nicht bekannt mit welchem Mehl man das Fladenbrot noch machen kann. Vielleicht kennt ja eine unserer Leserinnen oder ein Leser die Antwort auf Ihre Frage.
Monika, 31.08.14 22:28
Super lecker danke für das tolle schnelle und einfache Rezept.Liebe Grüße :)Anne Skaric, 08.06.14 22:56
Superschnell gemacht und superlecker !! Danke für das tolle Rezept...Karin, 04.03.14 19:43
Ich habe in Zagreb Cevapi in Somun gegessen. Das war ja sowas von lecker. Das will ich auch mal zu Hause probieren. Danke für das Rezept!Tonka, 04.03.14 19:39
die sehen ja sehr lecker aus. Das Rezept werde ich auf jeden Fall probieren. Da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen :-)