
Zutaten:
2 Kg Rindfleisch
200g Panceta Bauchspeck
200g Karotten
200g Zwiebeln
50g Sellerie
3 Knoblauchzehen
200 ml Öl
500 ml Rotwein
3 EL Senf
2 Lorbeerblätter
30g Tomatenmark
7 Dörrpflaumen
Rosmarin, Vegeta, Thymian, Salz, Pfeffer
👩🍳 Zubereitung – Schritt für Schritt
1. Marinieren (am besten am Vortag)
Alle Zutaten für die Marinade verrühren.
Den Rinderbraten rundum damit einreiben, abdecken und über Nacht im Kühlschrank marinieren.
👉 Das ist typisch für Pašticada: Die Säure und Würze ziehen tief ins Fleisch.
2. Fleisch kräftig anbraten
Fleisch aus der Marinade nehmen und grob abtropfen lassen.
In einem großen Schmortopf Olivenöl stark erhitzen und den Braten von allen Seiten goldbraun anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.
Diese Röstaromen sind später das Fundament der Soße.
3. Aromabasis aufbauen
Im gleichen Topf Pancetta/Speck auslassen, bis er leicht knusprig ist.
Dann zugeben:
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Zwiebeln
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Karotten
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Knoblauch
Alles etwa 5 Minuten anschwitzen, bis das Gemüse weich wird und leicht Farbe bekommt.
4. Ablöschen & Schmoren
Rotwein und Rotweinessig angießen und kurz einkochen lassen – dabei den Bratensatz vom Topfboden lösen.
Jetzt:
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Fleisch zurücklegen
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Brühe angießen
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Lorbeer, Nelken, Zimtstange und Pflaumen hinzufügen
Aufkochen, dann Hitze reduzieren und zugedeckt ca. 3 Stunden sanft schmoren, bis das Fleisch butterweich ist.
Gelegentlich wenden.
5. Soße vollenden
Fleisch herausnehmen und in dünne Scheiben schneiden.
Die Soße:
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entweder durch ein Sieb streichen
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oder mit dem Stabmixer fein pürieren
Danach offen einkochen lassen, bis sie schön sämig ist.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
6. Gnocchi & Anrichten
Gnocchi nach Packungsanleitung garen.
Zum Servieren:
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Gnocchi auf die Teller geben
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Fleisch darauf legen
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großzügig mit der dunklen Soße übergießen
Am besten sofort servieren.
🌍 Hintergrundwissen zur Pašticada
Pašticada ist ein traditionelles dalmatinisches Schmorgericht und war ursprünglich ein reines Festessen – serviert zu Hochzeiten, Taufen und hohen Feiertagen.
Charakteristisch ist die ungewöhnliche Kombination aus:
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Rotwein & Essig (Säure)
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Zucker & Trockenpflaumen (Süße)
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warmen Gewürzen wie Nelke und Zimt
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kräftigem Rindfleisch
Diese süß-säuerliche Balance stammt aus mediterran-venezianischen Kücheneinflüssen.
Früher wurde das Fleisch oft tagelang mariniert oder mit Knoblauch gespickt. Heute übernimmt die Marinade diese Aufgabe.
🧠 Warum dieses Gericht so besonders schmeckt
Pašticada lebt von Gegensätzen:
✅ herzhaftes Fleisch
✅ fruchtige Süße
✅ tiefe Rotweinnoten
✅ warme Gewürze
Durch das lange Schmoren wandelt sich das Kollagen im Fleisch in Gelatine – das macht den Braten extrem zart und die Soße seidig.
Die Njoki sind dabei nicht nur Beilage: Sie nehmen die intensive Soße auf und machen das Gericht erst komplett.
Kurz gesagt:
Pašticada ist kein schnelles Alltagsgericht.
Es ist Zeitküche – und genau das schmeckt man.
Sil, 25.08.21 23:37
Ein tolles Rezept, habe ich schon ein paar mal gemacht. Schmeckt wie im kroatischem Restaurant!!!Berthold, 29.10.14 17:09
Hört sich gut an, werde ich gleich probierenWolf, 24.08.14 19:00
das muss ich mal versuchen!!