Ein Stück Küchentradition
Was sind Šufnudle?
Šufnudle sind längliche, an den Enden leicht zugespitzte Nudeln aus Kartoffelteig. Die Grundlage bilden gekochte Kartoffeln, Mehl, Ei und etwas Salz. Aus dem weichen Teig werden kleine Rollen geformt, die anschließend in Salzwasser gegart werden.
Ihren Ursprung haben die mit den österreichischen Schupfnudeln verwandten Kartoffelnudeln in der österreichisch-deutschen Küche. Über die historischen Verbindungen Mitteleuropas verbreiteten sie sich auch in Kroatien und gehören dort seit Generationen zur Hausmannskost.
Besonders beliebt ist die einfache Variante mit prepržene krušne mrvice – goldbraun gerösteten Semmelbröseln. Sie kann herzhaft gegessen oder mit Zucker, Zimt, Mohn oder Fruchtaufstrich in eine süße Speise verwandelt werden.
Rezept für 4 Personen
Zutaten
Für den Kartoffelteig
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln
- 250–300 g Weizenmehl Typ 550 – Čakovečki Mlinovi
- 1 Ei
- 1 gute Prise Salz
Für die Butterbrösel
- 50 g Butter
- 5–6 EL Semmelbrösel
- 2–3 EL Zucker nach Geschmack
- ½ TL Zimt nach Geschmack
Tipp: Für die herzhafte Variante Zucker und Zimt einfach weglassen.
Schritt für Schritt
So gelingen weiche Šufnudle
1. Kartoffeln kochen
Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale weich kochen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch warm schälen.
2. Kartoffeln ausdampfen lassen
Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken und vollständig abkühlen lassen. Je trockener die Kartoffelmasse ist, desto weniger Mehl wird benötigt.
3. Kartoffelteig herstellen
Ei, Salz und zunächst etwa 250 g Mehl hinzufügen. Alles nur kurz zu einem weichen Teig verbinden. Nur wenn der Teig sehr stark klebt, nach und nach etwas zusätzliches Mehl einarbeiten.
4. Šufnudle formen
Den Teig in mehrere Portionen teilen und auf einer leicht bemehlten Fläche zu daumendicken Rollen formen. In etwa 4–5 cm lange Stücke schneiden und jedes Stück zwischen den Handflächen zu einer länglichen Nudel mit leicht zugespitzten Enden rollen.
5. Kochen
In einem großen Topf Salzwasser zum Sieden bringen. Šufnudle portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 1–2 Minuten ziehen lassen und mit einer Schaumkelle herausheben.
6. Butterbrösel rösten
Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Semmelbrösel hineingeben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren goldbraun rösten. Dabei gut aufpassen – zwischen goldbraun und verbrannt liegen nur wenige Augenblicke.
7. In Bröseln wenden
Die noch warmen, gut abgetropften Šufnudle direkt in die Pfanne geben und vorsichtig wenden, bis sie rundherum von den Butterbröseln umhüllt sind.
8. Servieren
Herzhaft direkt servieren oder für die süße Variante mit Zucker und etwas Zimt bestreuen.
Das Geheimnis guter Šufnudle
Nicht zu viel Mehl!
Der Kartoffelteig soll weich und gerade noch formbar sein. Je mehr Mehl eingearbeitet wird, desto fester werden die fertigen Kartoffelnudeln. Deshalb die Kartoffeln gut ausdampfen und abkühlen lassen und den Teig nur so lange bearbeiten, bis sich die Zutaten verbunden haben.
Süß oder herzhaft
So könnt ihr Šufnudle servieren
Klassisch mit Bröseln
In gerösteten Butterbröseln wenden und direkt warm servieren.
Mit Zucker & Zimt
Die warme Bröselvariante mit Zucker und einer Prise Zimt bestreuen.
Mit Mohn
Gemahlenen Mohn mit Zucker mischen und über die warmen Kartoffelnudeln geben.
Gemahlenen Mohn entdeckenHerzhaft
Zucker weglassen und Šufnudle als Beilage zu Gulasch, Fleischgerichten, Pilzsauce oder Sauerkraut servieren.
Passend zum Rezept
Zutaten aus unserem Onlineshop
Weizenmehl Typ 550
Fein gemahlenes glattes Mehl von Čakovečki Mlinovi – ideal für den Kartoffelteig.
Mehl ansehenWas passt dazu?
Getränke zu Šufnudle
Bei der süßen Variante mit Zucker, Zimt oder Fruchtaufstrich passt Kaffee besonders gut. Soll daraus ein richtiges Dessert werden, kann auch ein aromatischer süßer oder halbsüßer kroatischer Wein dazu passen.
Wer Šufnudle herzhaft zu Gulasch oder Fleisch serviert, richtet die Weinbegleitung besser nach dem jeweiligen Hauptgericht aus.
Gut zu wissen
Häufige Fragen
Sind Šufnudle ein kroatisches Gericht?
Ihr Ursprung liegt in der österreichisch-deutschen Küche. Šufnudle haben sich jedoch auch in Kroatien etabliert und werden dort seit Generationen in verschiedenen regionalen Varianten zubereitet.
Warum werden Šufnudle manchmal hart?
Meist wurde zu viel Mehl verwendet oder der Kartoffelteig zu lange geknetet. Der Teig sollte weich bleiben und nur kurz verarbeitet werden.
Kann man Šufnudle süß essen?
Ja. Sehr beliebt sind Butterbrösel mit Zucker und Zimt, gemahlener Mohn mit Zucker oder ein Fruchtaufstrich.
Kann man Šufnudle vorbereiten?
Am besten schmecken sie frisch. Der Kartoffelteig sollte wegen seiner Feuchtigkeit nicht unnötig lange stehen. Bereits gekochte Šufnudle lassen sich später vorsichtig in Butter erwärmen.
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